„What do you like about India? I mean, what makes you come here?” Sajid ist aufgeregt und möchte alles über die Ausländerin erfahren. Er hat mich am Markt entdeckt und weicht nicht mehr von mir, bis er alles erfahren hat. Ich beantworte seine Fragen spontan.
Ich liebe diese Kommunikation, die von Herzen kommt. Egal mit wem, egal worüber. Man kann sich herrlich darüber unterhalten, was man zum Frühstück gegessen hat und sich gemeinsam darüber freuen, wenn es Idlis oder Dosas waren (südindische Reisgerichte). Überhaupt scheint es, als würde in Indien mehr miteinander gesprochen werden, als wäre es unkomplizierter, jemanden anzusprechen. Die Hilfsbereitschaft untereinander ist immens. Davon profitieren besonders die Ausländer, die mit „Ma’am“ oder „Sir“ angesprochen werden.
In Indien nimmt man (un)willkürlich am Leben der Mitmenschen teil, unabhängig davon wie es ist. Es gibt weniger Barrieren, dahin vorzudringen und weniger Scham, darüber zu sprechen. Ich liebe diese indische Unverfälschtheit. „Es ist wie es ist.“

